Der Dackel ist eine Hunderasse, die sich dem Menschen gegenüber auf besondere Weise auszeichnet, denn er ist, wenn er einmal eine Bindung zum Menschen eingegangen hat, nicht nur ein treuer Freund, sondern auch einer seiner zuverlässigsten Helfer. Ursprünglich wurde der Dackel bereits im frühen Mittelalter als Jagdhund in unterschiedlichsten Bereichen eingesetzt. Weil er aufgrund seines niedrigen, gedrungenen Körperbaus in Tierbauten, insbesondere Fuchs- und Dachsbauten, kriechen kann, war dies eine seiner häufigsten Einsatzorte. Von seinem Namen “Dachshund” leiten sich auch die gängigen Bezeichnungen “Dackel” und “Teckel” ab.
Im Bau schreckt der vierbeinige Jagdhelfer dessen Bewohner auf und nötigt sie, möglichst, ohne selbst dabei in einen Kampf mit Fuchs oder Dachs zu geraten, die sichere Behausung zu verlassen und den Jägern so direkt in die Falle zu gehen.
Eine weitere Einsatzmöglichkeit der Dackel ist, sie zum Aufschrecken des Wildes bei einer Treibjagd durch das Unterholz zu schicken, von wo aus sie der Jagdgemeinschaft das Wild quasi vor die Flinte treiben sollen.
Schließlich ist der Dackel aufgrund seiner feinen Nase auch geeignet, waidwunde oder tote Tiere nach der Jagd aufzuspüren.
Dackel werden häufig bis zu 15 Jahren alt, weswegen sie vor allem als Familienhunde geeignet sind, sofern sie im Welpenalter angeschafft werden. Während der ersten Lebensmonate können die willensstarken Tiere noch entsprechend erzogen und ihre Familienbindung gefestigt werden. Ist diese entsprechend ausgeprägt, sind Dackel zudem auch geeignete Wächter für den Haus- und Hofbereich, wobei ihre Charakterstärke und ihr Rudelbedürfnis nahelegen, die Dackel, unabhängig davon, ob es sich um Rauhhaar-, Langhaar-, oder Kurzhaardackel handelt, nicht im Zwinger zu halten.