Jeder Fernsehzuschauer und Comedyfan glaubt, sie zu kennen: Deutschlands Dackelzüchter. Die Dackelzüchter, die bei Hausmeister Krause am Esstisch grün uniformiert ihren Vierbeinern ergeben sind und ein skurriles Bild von skurrilen Typen abwerfen, entsprechen allerdings nur in halben Zügen der Wirklichkeit, nämlich in ihrer Liebe zum Vierbeiner. Die Zucht eines der ältesten deutschen Haus- und Nutztiere verlangt nämlich vom seriösen Züchter deutlich mehr als Stammtischgebaren und die blanke Verehrung fürs Objekt.

Dackel sind hoch anspruchsvolle und zutiefst sensible Hunde. Wenn ein Dackelzüchter diese Eigenschaften ernst nimmt und respektiert, wird er sie bei seiner Zucht berücksichtigen und die Tiere auch nach ihrer Zeit der Zuchtfähigkeit würdevoll behandeln und sie behalten. Ein Dackelzüchter, bei dem also nur junge Hunde anzutreffen sind, ist vermutlich nicht allzu seriös und hat kein Interesse, unnötige hungrige Mäuler weiter zu versorgen.

Überhaupt lässt sich die Ernsthaftigkeit, mit der ein Dackelzüchter seine Zucht betreibt, und somit auch seine Liebe zum Zuchttier selbst, auch dadurch feststellen, dass er Mitglied des Deutschen Teckelklubs ist und sich dessen Zuchtregularien bedingungslos verpflichtet hat.

Für einen zuverlässigen und seriösen Dackelzüchter, für den seine Tiere im Vordergrund stehen, ist es wichtig, diesen eine angenehme und saubere Umgebung zu schaffen. Er wird die Dackel, außer in Notfällen oder für kurzfristige Episoden, möglichst im Haus halten und sich um eine gute Beziehung zu seinem Dackelrudel bemühen.

Gelingt dem Dackelzüchter dies, wird sich die gute Beziehung auch im Verhalten der Dackelwelpen zeigen, die munter und, nach einer kurzen Kennenlernphase, durchaus auch neugierig auf den Besucher zugehen sollten.

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